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Thomas Leber

Terrassenbau

Terrasse bauen lassen in Rheinhessen

Holzdeck, WPC, Naturstein oder Betonplatte — auf einem Unterbau, der trägt, und mit dem Gefälle, das Wasser wegführt, statt es stehen zu lassen.

Worum es geht

Eine Terrasse ist der Teil des Gartens, der am meisten genutzt wird — und der, an dem Baufehler am schnellsten auffallen. Eine Platte, die kippelt. Ein Holzdeck, das sich nach zwei Sommern wellt. Wasser, das zur Hauswand läuft statt von ihr weg. Alle drei Probleme entstehen nicht beim Belag, sondern beim Unterbau.

Gebaut wird deshalb von unten nach oben: tragfähiger Untergrund, Fundamente oder Bettung je nach Belag, dann erst die sichtbare Fläche. Ob Holz, WPC, Naturstein oder großformatige Betonplatte — die Entscheidung fällt nach Nutzung, Lage und Pflegeaufwand.

In Uelversheim wurde eine bestehende hochwertige Holzterrasse erweitert und gleichzeitig das Gelände mit L-Steinen abgefangen — Terrasse, Fundamente und 150 Quadratmeter Pflasterfläche liefen dort in einem Auftrag.

Holzterrasse am Haus

Welcher Belag zu welchem Garten passt

Holz ist warm unter den Füßen und verzeiht kleine Unebenheiten, will dafür regelmäßig gepflegt werden und vergraut, wenn man es lässt. WPC nimmt diesen Pflegeaufwand raus und bleibt farblich stabiler, braucht dafür einen sauber ausgerichteten Unterbau mit Dehnungsfugen — sonst drückt es sich bei Sommerhitze an den Enden hoch.

Naturstein und Betonplatte sind die langlebigste Variante und die, die man im Winter einfach räumen kann. Großformate verzeihen keinen ungenauen Unterbau: Eine Platte mit 80 Zentimeter Kantenlänge zeigt jeden Millimeter, der in der Bettung fehlt.

  • Holzdeck auf hinterlüfteter Unterkonstruktion
  • WPC mit den nötigen Dehnungsfugen und Auflagerabständen
  • Naturstein und Betonplatte in Splitt oder auf Stelzlagern
  • Punkt- und Streifenfundamente, wo die Konstruktion sie braucht
Fertige Terrasse mit Platten

Der Anschluss ans Haus entscheidet mit

Die kritischste Stelle jeder Terrasse ist die Linie, an der sie auf das Gebäude trifft. Hier muss das Gefälle konsequent vom Haus wegführen, hier braucht es Abstand zur Abdichtung, und hier entscheidet sich, ob Spritzwasser an der Fassade hochzieht. Ein Kiesstreifen an der Hauskante ist kein Zierelement, sondern der Grund, warum die Wand trocken bleibt.

Nach außen gilt dasselbe: Wo die Terrasse an den Rasen stößt, verhindert eine saubere Kante, dass Erde auf die Fläche gespült wird und Rasen in die Fuge wächst. Rasenmähkanten werden deshalb gleich mit eingeplant statt später nachgerüstet.

Sind Höhen zu überwinden, gehören Stufen dazu — Blockstufen, Palisaden oder eine niedrige Mauer inklusive Fundament. In Eimsheim wurde für eine Natursteinmauer eigens ein Streifenfundament gegossen und die Mauer mit einer Rückenstütze aus Beton gesichert.

Sitzplatz auf der neuen Terrasse

Neubau, Erweiterung oder Sanierung

Beim Neubau ist der Fall am einfachsten: Die Fläche ist frei, Höhen und Anschlüsse lassen sich von Anfang an planen, Leerrohre für Außensteckdose oder Licht liegen, bevor geschlossen wird.

Häufiger ist die Erweiterung, weil ein Esstisch dazugekommen ist oder der Grill seinen festen Platz braucht. Dann geht es darum, den neuen Teil so anzuschließen, dass er nicht wie ein Anbau wirkt — gleiche Höhe, gleiche Fugenrichtung, passendes Material.

Bei der Sanierung wird zuerst geprüft, ob der Unterbau bleiben kann. Trägt er und stimmt das Gefälle, reicht oft ein neuer Belag. Steht Wasser auf der Fläche oder haben sich Bereiche gesetzt, wird der Aufbau neu erstellt — alles andere verschiebt das Problem um ein paar Jahre.

Außentreppe mit Palisaden

Schritt für Schritt

So entsteht die Terrasse

  1. 01

    Aufmaß

    Lage, Sonnenstand, Höhen, Türanschlag und Nutzung besprechen — daraus ergibt sich Belag und Format.

  2. 02

    Angebot

    Belag, Unterbau, Fundamente, Stufen und Randabschluss getrennt aufgeführt.

  3. 03

    Aushub & Fundamente

    Fläche auskoffern, Tragschicht einbauen, Fundamente setzen, wo sie nötig sind.

  4. 04

    Unterkonstruktion

    Bei Holz und WPC ausrichten, bei Platten die Bettung abziehen — beides mit Gefälle vom Haus weg.

  5. 05

    Belag verlegen

    Dielen oder Platten verlegen, Fugenbild ausrichten, Zuschnitte an Wand und Ecken ausarbeiten.

  6. 06

    Abschluss

    Randabschluss, Stufen, Kiesstreifen an der Hauskante, Fläche gereinigt übergeben.

Häufige Fragen

Das wird am häufigsten gefragt

Welcher Terrassenbelag ist am pflegeleichtesten?

Betonplatte und Naturstein. Beide brauchen im Wesentlichen nur Reinigung, vergrauen nicht und lassen sich im Winter räumen. Holz sieht wärmer aus, verlangt dafür regelmäßige Pflege, WPC liegt dazwischen.

Braucht eine Terrasse Gefälle?

Ja, konsequent vom Haus weg. Ohne Gefälle steht Wasser auf der Fläche und zieht in Fugen und an der Fassade hoch. Sichtbar ist es nicht, spürbar wird es beim ersten Starkregen.

Kann eine bestehende Terrasse erweitert werden?

In der Regel ja. Wichtig ist, dass der neue Teil auf gleicher Höhe anschließt und Material und Fugenrichtung zum Bestand passen. In Uelversheim wurde eine vorhandene Holzterrasse genau so erweitert.

Muss die alte Terrasse komplett raus?

Nur wenn der Unterbau nicht mehr taugt. Trägt er und stimmt das Gefälle, kann oft der Belag getauscht werden. Bei Setzungen oder stehendem Wasser wird der Aufbau neu erstellt.

Werden Bewässerung oder Beleuchtung mitgeplant?

Leerrohre und Leitungen sollten liegen, bevor die Fläche geschlossen wird. Deshalb wird beim Aufmaß gefragt, ob Außensteckdose, Licht oder eine Bewässerungsleitung dazukommen.

Nächster Schritt

Terrasse bauen oder erweitern lassen

Sagen Sie, wie die Fläche genutzt werden soll und wie viel Platz da ist — den Rest, von Belag bis Unterbau, klären wir beim Termin vor Ort.

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